Blutdrucktabelle: Alle Werte auf einen Blick

Diese Tabelle ordnet jeden Blutdruckwert nach der Klassifikation der europäischen Fachgesellschaften (ESC/ESH) ein — dieselben Grenzen, die auch unsere Wertseiten verwenden. Sie können die Tabelle direkt am Bildschirm lesen, ausdrucken oder als Excel-Vorlage mit automatischer Einordnung herunterladen.

Die Blutdrucktabelle nach ESC/ESH

KategorieSystolisch (oberer Wert)Diastolisch (unterer Wert)
Zu niedrig (hypoton)niedrig unter 105 mmHg und unter 60 mmHg
Optimaloptimal 105–119 mmHg und 60–79 mmHg
Normalnormal 120–129 mmHg und/oder 80–84 mmHg
Hoch normalhoch-normal 130–139 mmHg und/oder 85–89 mmHg
Hypertonie Grad 1Grad 1 140–159 mmHg und/oder 90–99 mmHg
Hypertonie Grad 2Grad 2 160–179 mmHg und/oder 100–109 mmHg
Hypertonie Grad 3Grad 3 ab 180 mmHg und/oder ab 110 mmHg

Alle Angaben in mmHg. Systolisch = oberer, diastolisch = unterer Wert; ab „normal“ genügt einer der beiden Werte im Bereich (und/oder).

So lesen Sie die Tabelle: Ab „normal“ genügt einer der beiden Werte im jeweiligen Bereich („und/oder“) — es zählt immer der höher eingestufte. 125 zu 95 mmHg ist also Hypertonie Grad 1: Der untere Wert entscheidet, obwohl der obere normal ist. „Optimal“ und „zu niedrig“ tragen dagegen ein „und“: Optimal ist eine Messung nur, wenn keiner der beiden Werte über seinem Bereich liegt, und zu niedrig nur, wenn beide unter ihrer Schwelle bleiben. Was Ihr konkreter Wert bedeutet, rechnet Ihnen die zugehörige Wertseite vor:

Praxis- und Heimmessung: zwei Schwellen

Die Tabelle oben gilt für Messungen in der Arztpraxis. Zu Hause gemessene Werte fallen im Schnitt etwas niedriger aus — deshalb gelten dort niedrigere Schwellen für den Beginn des Bluthochdrucks:

MesssituationBluthochdruck ab
Arztpraxis140 zu 90 mmHg
Heimmessung (Durchschnitt mehrerer Tage)135 zu 85 mmHg
24-Stunden-Messung (Tagesmittel)135 zu 85 mmHg

Eine einzelne Messung trägt dabei nie eine Diagnose: Der Blutdruck schwankt mit Tageszeit, Anspannung und Koffein um 10 bis 20 mmHg. Aussagekräftig wird erst der Durchschnitt mehrerer ruhiger Messungen an verschiedenen Tagen — bewährt hat sich eine Messwoche mit morgens und abends je zwei Messungen, notiert im Blutdruck-Journal oder auf einem ausgedruckten Protokoll. Wie Sie dabei richtig messen, steht in der Anleitung Blutdruck richtig messen.

Gibt es eine Blutdrucktabelle nach Alter?

Für Erwachsene: nein — und das ist keine Lücke dieser Tabelle, sondern der Stand der Leitlinien. Die Einstufung gilt für alle Erwachsenen gleich, denn die Gefäßbelastung durch einen bestimmten Druck hängt nicht vom Geburtsjahr ab. Richtig ist: Der Blutdruck steigt bei den meisten Menschen mit den Jahren, weil die Gefäße an Elastizität verlieren — häufig zuerst der obere Wert (Einfluss des Alters auf den Blutdruck). Das macht höhere Werte im Alter häufiger, aber nicht harmloser. Lediglich die Behandlungsziele werden bei älteren und gebrechlichen Menschen individuell ärztlich festgelegt.

Zwei echte Ausnahmen von der Erwachsenen-Tabelle gibt es: bei Kindern und Jugendlichen gelten alters- und größenabhängige Perzentilen statt fester Grenzwerte, und in der Schwangerschaft gelten eigene Regeln und engere Kontrollen.

Tabelle drucken oder herunterladen

Zum Ausdrucken genügt die Druckfunktion Ihres Browsers (Strg + P) — diese Seite ist dafür eingerichtet, Navigation und Fußzeile bleiben weg. Wer seine Messwerte fortlaufend festhalten will, findet auf der Download-Seite fünf kostenlose Excel-Vorlagen mit automatischer Einordnung nach genau dieser Tabelle — vom einfachen Messprotokoll bis zur Langzeitkurve mit Monatsblättern.

Häufige Werte direkt nachschlagen

Jede der folgenden Seiten ordnet den Wert im Detail ein — mit Skala, Grenzabständen, Pulsdruck und dem, was jetzt sinnvoll ist:

Hinweis: Diese Tabelle ordnet Messwerte schematisch nach den veröffentlichten Grenzwerten ein und ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Werte ab 180 zu 110 mmHg mit Beschwerden wie Brustschmerz, Atemnot oder Sehstörungen sind ein Notfall — rufen Sie die 112.

Quellen

Zuletzt geprüft: August 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung — bei Fragen zu Ihren Werten wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.